MärchenfeeMassacre.

Unser erstes Projekt:

Unsere Aufgabe war es erst eine Skizze anzufertigen und dann ein Modell von dem zu bauen, was uns im Alltag nervt. Mein 3D-Modell  zeigt (oder besser gesagt “soll zeigen”), dass sich eine Person aufregt und das natürlich auch alle lautstark  wissen lassen muss.

Das ist etwas, was ich absolut nicht leiden kann, weil es zeigt wie unentspannt die Menschen sind und wenn ich Geschrei höre, kann ich mich selbst auch nicht entspannen und mein ganzer Tag ist im Prinzip gelaufen.

Generell mag ich Lärm nicht, außer es ist eben laute und gute Musik, die gespielt wird.

Das zweite Projekt:

Isa und Miriam wollten, dass wir einen Gegenstand unseres Alltags mit zur Schule nehmen, ihn vorstellen und erklären, was ihn so besonders für uns macht. Ich habe meinen Schlüssel ausgesucht, weil ich mich wirklich bemühen musste, um ihn überhaupt zu bekommen. Da ich bekannt dafür bin Dinge zu verlieren oder zu vergessen, wollte meine Mutter mir den Schlüssel erst nicht geben. Also habe ich mir komische Dinge einfallen lassen, um ihr zu beweisen, dass sie mir den Schlüssel anvertrauen kann. Dass ich den Schlüssel am Ende bekommen habe, lag nicht an meinen Beweisen, sondern daran, dass es eben nicht mehr anders ging, weil die Nachbarn keine Zeit mehr hatten mich hineinzulassen.

Diesen ausgesuchten Gegenstand sollten wir dann also mit unserem Sitznachbarn tauschen, um uns etwas auszudenken, womit man diesen Gegenstand zweckentfremden kann. Charly hatte eine Packung Longpapes dabei. Da ich wirklich herzlich wenig damit anfangen kann (^^), dachte ich mir, dass nichts Longpapes aus der Packung kommen, sondern Toilettenpapier:

Diesen Gegenstand sollten wir dann auch so umfunktionieren, dass der Bewegungsablauf bei der Nutzung verändert wird. Charly wollte aber unbedingt wieder ihre Longpapes zurück und deshalb musste ich meinen Schlüssel nehmen, zu dem mir nichts eingefallen ist in der Zeit, die wir dafür hatten. (Wenn ich ehrlich bin, ist mir danach auch nichts Besseres eingefallen.)

Also habe ich einfach einen Schlüssel in zwei Teilschlüssel geteilt. Wenn ein Teil davon fehlt kann man die Tür dann eben nicht öffnen. Wenn man das aber möchte, muss man erst die beiden Teile zusammenpressen um den Schlüssel in die Tür zu stecken und so seine gemütliche, warme und einladende Wohnung zu betreten.

Dies sieht dann aus wie hier gezeigt.

Das dritte Projekt:

Dieses Projekt hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht, weil man viel hineinspinnen konnte und so einfach mal der Phantasie freien Lauf lassen konnte. Wir sollten nämlich einen Reisekoffer oder Reiserucksack entwerfen. Aber nicht nur irgendeinen Koffer, sondern einen, der an eine bestimmte Zielgruppe angepasst ist. Dafür haben wir ein Bild von einem Menschen bekommen, den wir erst charakterisieren sollten, um sein Gepäckstück für ihn passend zu machen. Wir haben den Mann Harald Schmidt genannt. Er ist ein ziemliches Arbeitstier und weil er so viel Arbeitet wird er von seiner Frau betrogen. Davon weiß er aber nichts und geht mit seinen Kindern am Wochenende gerne auf eine Fahrradtour.

Da die Arbeit aber trotzdem sein Leben ist, haben wir ihm diesen sensationellen Arbeitskoffer entwickelt. Er ist innen geräumig, hat einen Kaffeehalter an der Seite, eine Tasche für Minzbonbons auf der anderen Seite, einen großen eingebauten iPad, mit dem er immer die Zeitung lesen kann, seine Emails abrufen und auch Nachrichten gucken kann. Außerdem hat der Koffer auch Beine mit Rädern, die ausgefahren werden können. Um zu zeigen, dass man diesen Gegenstand auch im Alltag anwenden kann sollten wir auch eine Skizze machen, in welchen Situationen dieser Koffer behilflich ist.

Erst ist er im Park und braucht Unterhaltung. Also kann er seinen Koffer nehmen und im Internet surfen oder sich online um seine Arbeit kümmern. Auf dem Bild rechts steht er am Bahnhof, wo es keine Sitzplätze gibt. Also fährt er die Beine aus, damit der Koffer auf Augenhöhe ist und guckt, was es in der Welt so Neues gibt. Unten links steht er an der Wand und macht Pause von seiner Arbeit. Dafür nimmt er sich den Kaffee, der sich an der Seite des Koffers befindet. Und auf dem letzten Bild sieht man ihn in einem Meeting. Er merkt, dass sein Atem nicht frisch ist und nimmt sich ohne großes Suchen ein Minzbonbon.

Viertes Projekt:

Das vierte Projekt ist sozusagen das erste Etappenziel. Der Tischtennisschläger. Charly und ich haben ihn zusammen entworfen. Aber die Idee für den Anti-Aggressionsschläger hatte ich schon ziemlich früh, weil Charly mich dazu inspiriert hat. Die Grundlage (also das Holz für den ganzen Schläger) ist Sperrholz und wir haben es von den Designern gestellt bekommen. Als Belag für den Schläger haben wir Filz benutzt und darüber eine durchsichtige Schutzfolie befestigt mit einem Schlitz oben, damit man ein Bild von der Person hineinstecken kann, um mit dem Ball beim Spiel immer wieder auf sein Gesicht zu treffen und so seine Aggressionen abzubauen. Der Griff ist einfach mit buntem Isolierband verschönert, weil wir dachten, dass es einfarbig zu langweilig wäre.

Die andere Seite war da schon etwas schwieriger, weil wir dafür erst keine Idee hatten. Erst wollten wir ein Karomuster mit schwarz und kleinen Spiegelchen machen, die wir aber nicht auftreiben konnten. Also sind wir beim Karomuster geblieben. Dann blieb nur noch die Frage, wie wir mit Isolierband ein Karomuster machen. Dann ist mir eingefallen, dass ich mal irgendwo gesehen habe, dass man das mit einer Webtechnik machen kann. Das war aber schwieriger als gedacht, weil die Klebestreifen immer aneinanderlebten. Am Ende hat es dann mit Mühe und Not funktioniert. Und so sieht das jetzt aus:

                                                                                (Beide Bilder zeigen Charlys Schläger)

Materialrecherche

In meinen Tischtennisschläger musste ich Nägel einhämmern, weil ich die Schutzfolie für das einzusteckende Bild befestigen musste. Über dieses äußerst wichtige Material habe ich einiger Informationen recherchiert:

Stahl ist eine aus Erz erschmolzene Legierung aus Eisen und Kohlenstoff, wobei der Kohlenstoffgehalt weniger als 2,1% betragen muss. Weitere Bestandteile sind Phosphor, Schwefel und Stickstoff, sowie je nach Legierung weitere Bestandteile. [1]
Kaltwalzen ist ein Verfahren zur Herstellung von Feinblech (bis 3mm Dicke), das dem Warmwalzen nachgeschaltet ist. Bei der Kaltverformung wird die Geometrie des atomaren Metallgitters im Gegensatz zur Warmverformung nur mechanisch verändert.
Die Eigenschaften kaltgewalzter Bleche/Bänder im Vergleich zu Warmband liegen in einer besseren Oberflächenqualität, einem guten Umformverhalten, engeren Toleranzen und geringeren Dicken.

(Materialbibliothek, Stahl, kalt gewalztes Feinblech)

Das neue Projekt

Nachdem wir unser Tischtennisprojekt beendet hatten, haben uns die Designer drei neue Themenvorschläge gegeben. Zur Wahl standen die Fortsätzung der Tischtennisschläger, Lehrmittel für die Schule entwickeln, und böses Design. Tischtennis hat die Mehrheit schon am Anfang ausgeschlossen und ich woltte mich in der Schule so wenig wie möglich damit beschäftigen, wie man Schüler noch mehr quälen kann, wenn man ihnen unnützes Wissen vermittelt oder es wenigstens versucht. Also kam für mich nur böses Design in Frage und ich hatte Glück, dass ich auch daran arbeiten durfte, denn andere, die das auch machen wollten, wurden trotzdem den Lehrmitteln zugeteilt.

Miriam, die dieses Thema vorgestellt hat, hat und uns auch betreut, damit wir zu unseren individuellen, hat ein Büchlein mitgebracht. Jede Seite in dem Buch hatte seine eigene Überschrift zB. “Lieblingsmusik, Hassobjekt…” und jeder sollte dann eben seine Assoziation dazu reinschreiben. Am Anfang habe ich gedacht, dass das wieder so eine Sache ist, die entweder zu nichts führt oder zu hoch für mich ist aber komischerweise haben Charlotte und ich dadurch wirklich unser Thema gefunden: Kirche.  Das kam dadurch, dass wir beide eine negative Einstellung dazu haben. Wir wussten ziemlich schnell, dass wir ein T-Shirt machen wollten, das Gott und Jesus auf einer Wolke zeigt, wie sie sich ein schönes Leben machen und unten sind die misslungenen Menschen, die sich gegenseitig bekriegen. Miriam hat immer wieder mit uns über unsere Idee geredet, damit wie sie ausreifen können und mit der Zeit kam raus, dass Charly und ich nicht die Kirche kritisieren, sondern die Menschen, die sich an einen Gott klammern, der ihnen nie hilft, nichts von sich zeigt, der für so viel Leid auf der Erde verantowrtlich ist. Es ist mir ein Rätsel, wie man so etwas anbeten/ verehren kann.

2 Gedanken zu “MärchenfeeMassacre.

  1. Mir gefällt, wie detailliert Du die einzelnen Projektschritte beschreibst und nicht nur die Endergebnisse präsentierst. Man erfährt, wie Du zu den Ideen gekommen bist und wie Du von dort zu den Ergebnissen kommst. Dafür braucht es erstmal eine sensible Wahrnehmung für die eigenen Methoden. Das ist alles andere als selbstverständlich.

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