WAS NERVT
Was mich wirklichch nervt sind bestimmte Geräusche. Entweder weil sie besonders laut sind, oder weil sich ständig wiederholen. Dazu gehört zum Beispiel der regelmäßige vorbeifahrende Zug, Bauarbeiten vor dem Haus, die berühmten Fingernägel auf der Schultafel oder die Gabel, die über einen Teller quietscht.
Ich habe aus einem Plasteteller, Pappe, Alufolie und Klebeband jene quietschende Gabel inklusive Lautmalerei zur Verdeutlichung hergestellt.
DESIGN ALS SPRACHE
In einer Stunde sollten wir Objekte mitbringen, die wir im Alltag oft benutzen. Wir tauschten sie untereinander und hatten dann die Aufgabe, eine Typische Bewegung, die mit diesem Objekt gemacht wird, zu verändern.
Ich bekam einen Lippenstift. Lippenstift nimmt man aus der Tasche in die Hand und trägt ihn dann auf.
Ich habe versucht diese Bewegung zu veräändern, indem ich ihn an einem Armband befestigt habe. Jetzt kann der Lippenstift immer griffbereit herumgetragen werden und zumAuftragen wird einfach das Handgelenk zum Mund geführt.
SZENARIO
Unsere nächste Aufgabe war es in Gruppen anhand eines Fotos von einer Person diese zu charakterisieren und für sie als “Zielgruppe” ein Gepäckstück zu designen.
Hier ist die Liste der Eigenschaften, die wir dem alten, etwas streng (oder melancholisch?) ausehenden Herren auf unserem Foto zuschrieben.
- Bruno Otto Gerhard von Bommel, 86 Jahre alt
- Ist Witwer mit mehreren Kindern und Enkelkindern
- War Physiker und Fischermann und lebt nun auf Rügen
- Mag die Natur und das Meer
- Was er seit seiner Pensionierung so macht: fischen, lesen Pfeife rauchen, Akkordeon spielen, kochen
- Handwerklich geschickt
- Hat im Laufe seines Lebens viele Erfahrungen gemacht und lebt seit dem Tod seiner Frau sehr zurückgezogen
Unser Eindruck von ihm, der das Design des Koffers beeinflusste: Der Mann in Rente sieht sympathisch und ruhig aus, während er gleichzeitig auch einen etwas strengen Eidruck macht. Wir denken, dass er bodenständig, aber auch intelligent und offen für Neues ist.
Sein Koffer sieht dementsprechend sehr altmodisch und unkompliziert aus, ist aus festem Leder gefehrtigt und mit einer Namensgravur versehen. Er hat allerdings an der Oberseite drei Knöpfe, mit denen jeweils ein Metallgestell aus einer Klappe herausgefahren werden kann. In der entsprechenden, angenehm zu erreichenden Höhe bleibt das Gestell stehen und eine Art Tisch wird aufgeklappt, auf dem sich dann verschiedenste Untensilien befinden können, wie zum Beispiel das Portemonnaie.
PROJEKT TISCHTENNISSCHLÄGER
Unser erstes großes Projekt bestand darin, allein oder in der Gruppe einen eigenen Tischtennisschläger zu designen und herzustellen. Meine Gruppe entschied sich für einen “Handschuhschläger”, den man einfach anziehen kann, anstatt der typischen Variante mit Griff.
Nachdem wir unseren Entwurf gezeichnet hatten und die Holzteile für den Schläger ausgelasert worden waren, machten wir uns ans Werk:
Zunächst versuchten wir den Handschuh, der später zum Spielen übergestülpt werden sollte, einfach mit Holzleim an die ausgelaserte Holzscheibe anzukleben. Als das nicht funktionierte, nagelten wir ihn kurzerhand an. Zwischen die Finger leimten wir Holzplättchen um Abstand zwischen den Platten zu schaffen und das ganze Gebilde zu stabilisieren. Dann klebten wir noch einen Schwamm zur Polsterung zwischen Handschuh und zweite Holzscheibe und voila, wir waren die stolzen Besitzer eines nicht sehr schicken, aber interessanten Tischtennisschlägers.
Die Vorderseite ist mit Fließ und dem typischen Gummiebezug von Tischtenniskellen versehen, während wir auf die Rückseite Schleifpapier geklebt haben. Die Rückseite ist also etwas härter und man kann den Ball damit merklich weiter schlagen. Es wird nie langweilig (:
DAS “GROßE” PROJEKT
Selina und ich haben uns zusammengeschlossen, um ein Kleid zum Thema “Böses Design” zu designen. Dieses Kleid schnürt die Beine ein, sodass man darin nicht mehr laufen kann, ist aber ansonsten sehr schön. Mit diesem Projekt wollen wir darauf aufmerksam machen, dass auch behinderte Menschen schön sind.
→ PRODUKTION
Wir hatten schon im vorraus ein Schnittmuster für den Rock des Kleides entworfen und auf Packpapier übertragen. Außerdem hatten wir dunkelblauen Samtstoff und ein Band für das Zusammenschnüren der Beine gekauft. Die Idee war es, Ösen in den Rock zu stanzen und dann, wie bei einem Korsett, das Band hindurchzufädeln und die Beine bis zur Bewegungsunfähigkeit zusammenzuschnüren.
To be continued…
