Was mich nervt?!
Mein Modell der vollen S-Bahn.
Müde begebe ich mich morgens auf den Weg zur S-Bahn. Endlich dort angekommen muss ich dort leider feststellen, dass die -Bahn einmal wieder viel zu voll ist. Man kann nicht sitzen und Platz zum Stehen gibt es auch wenig. Und dann auch noch diese schlechte, stickige Luft.
An sich ist die S-Bahn in Berlin eine prima Sache, doch wie man auch auf dem Foto des Modells sieht, bin ich nicht darüber erfreut, wenn die S-Bahn voll ist. Ich nehme auch sehr oft mein Fahrrad mit in die S-Bahn und bei einer vollen S-Bahn ist das nicht nur anstrengend für mich, sonder auch noch für die Menschen in meiner Umgebung.
!?Design eine Sprache?!
Mit dieser Fragestellung gingen wir nach dem Thema “Was mich nervt?!” tiefer die Materie Design hinein. Wir bekamen einen alltäglichen Gegenstand unseres Banknachbars und sollten die Bewegungsabläufe oder auch nur einzelne Bewegungen verändern oder gegebenenfalls sogar verbessern. Hierzu bekam ich einen Rubik Cube von “Fils”. Ich überlegte einige Zeit herum, in wie fern ich die Bewegung verändern könnte, ohne den Sinn des Gegenstandes zu verändern. Da bin ich auf die Idee gekommen, dass statt der kleinen einzelnen Würfel, wovon es insgesamt 34 gibt, durch sechs Touchscreens austausche. Somit hätte man nun noch mehr Möglichkeiten, da man via Wi-Fi nun auch kleine Videos oder andere Dinge über diese Monitore abspielen könnte. Auch die Bewegung zur Benutzung des Cubes ist jetzt anders. Durch ein wischen, ähnlich wie bei einem iPhone oder iPad, dreht sich der Block den man berührt in Wischrichtung. Auch ein weiterer Vorteil ist, dass man ohne Problem ein Spiel unterbrechen kann, da man es jeder Zeit speichern und aufrufen kann. Das Beste aber ist, dass durch das Schütteln des Gerätes alles durcheinander gebracht wird und somit ein neues Spiel angefangen wird. Das Gerät kann einem auch Tipps geben und hat noch viel mehr Funktionen.
Das lustige ist, dass ich durch Zufall auf ein ähnliches Gerät gestoßen bin. Hier ist der dazugehörige Link:
http://www.trendsderzukunft.de/rubiks-touch-cube-der-zauberwuerfel-wird-digital/2009/03/04/
Digitaler Cube
Ich würde hier jetzt gerne einige Zeichnungen anfügen, doch leider habe ich keinen Zugriff auf die Bilder im Webalbum.
Scenario
Als nächstes in unserem sehr straffen Zeitplan, sollten wir eine Tasche für eine bestimmte Personengruppen entwerfen. Dafür bekamen wir eine Referenzperson um Vorlieben und Eigenschaften herauszuarbeiten. Meine Gruppe bestand aus “LUCABAZOOKA” und ”Sawyer”. Wir bekamen einen männlichen Jugendlichen und haben anhand seines Aussehens verschiedene Charaktermerkmale herauszufiltern. Wir nannten ihn Torben Thorstensen, da er sehr skandinavisch aussah. Er liebt Skateboard fahren, Bass spielen und laute Musik. Deswegen entwarfen wir einen Rucksack, auf dem man ein Skateboard festschnallen kann. Außerdem kann man ihn durch eine ausziehbare Stange als Trolley benutzten, für zum Beispiel eine kleine Reise mit dem Skateboard. Wir sollten uns nun 4 Szenarien ausdenken, in denen unser entworfenes Produkt hilfreich sein würde.
- Torben hat keine Lust mehr Skateboard zu fahren und kann es an seinen Rücken schnallen.
- Torben verreist mit seiner Crew. Er benötigt nur seinen Rucksack und klemmt sein Skateboard drauf und zieht den Griff aus und schon hat er einen Trolley für das Handgepäck und muss seinen Rucksack nicht mehr extra mitnehmen.
- Torben findet, dass sein Rucksack zu schwer ist und deswegen klemmt er sein Skateboard ran und kann es hinter sich her ziehen.
- Torben läuft einen Berg hinunter und will seine Knie schonen. Er schnallt also sein Skateboard unter den Rucksack und fährt darauf wie mit einem Schlitten hinunter.
Tischtennisschläger
Ich überlegte lange, wie ich meinen Tischtennisschläger gestalten will. Ich wollte etwas besonderes und dafür kam die “normale” Tischtennisform auf gar keinen Fall in Frage. Ich brauchte also etwas, was einfach ist, aber trotzdem legendär zu gleich ist. Diese Form zu finden war schwer. Ich skribbelte also etwas auf meinem Platz herum, doch eine wirklich tolle Idee kam mir bis dahin nicht. Ich ging andere Sachen durch, wie man zum Beispiel ein Telefon hält oder so. Als mir dann aber Wolf sagte, dass er Bilder von verschiedenen Schlägern hatte, stürzte ich mich förmlich über seinen Computer. Es waren viele verschiedene Modelle dabei, doch eine Form stach mir besonders ins Auge: Der PISTOLENGRIFF! Dieser war sehr extravagant, aber trotzdem toll. Nun ging es in die heiße Ausprobier-Phase. Ich machte viele verschiedene Modelle aus Pappe, um zu gucken, wo der Griff sitzen muss oder welche Form am Besten aussieht. Es war nicht leicht sich zu entscheiden, da sich die Schläger nur in Nuancen voneinander unterschieden. Letztendlich war das auch egal, weil mein Schläger weder die gewünschte Form, noch Größe hat. Doch das ist gar kein Problem: So ist er nicht so windanfällig. Ein weiterer Vorteil ist, dass jetzt auch alte Tischtennisbeläge auf den Schläger passen und nicht mehr nur neue. Zum Spielgefühl kann ich leider noch nichts sagen, da mein Schläger noch nicht fertig gestellt ist, aber sobald er das ist, werde ich das hier posten.
Lehrmittel
Ich wurde der Gruppe Lehrmittel zugeteilt. Mit dieser Zuteilung bin ich sehr zufrieden, weil mich persönlich böses Design nicht so doll interessiert. Außerdem denke ich, dass Lehrmittel den Unterricht maßgebend beeinflussen können und es somit wichtig ist, dass es viele und gute Lehrmittel gibt, die einfach in der Benutzung, aber sehr gut zu verstehen sind, und somit auch einen hohen Lernfaktor haben.
Einführung
Zuerst haben wir Führungen durch drei verschiedene Fachbereiche gemacht: Erdkunde, Biologie und Physik. In allen Fächern gibt es bereits sehr viele Lehrmittel. Jedoch werden diese nur sehr selten benutzt, da es oft umständlich ist diese aufzubauen und auch sehr zeitaufwändig ist. So gab es in Erdkunde Lehrmittel, die seit Jahren nicht mehr benutzt wurden, sowie zum Beispiel die Steinsammlung. Oder auch große Karten, diese waren einst teuer und sind heute wieder veraltet. Hier spreche ich einen weiteren sehr wichtigen Punkt der Lehrmittel an, die wir entwickeln wollen, den Preis. Von Herrn Schrade haben wir erfahren, dass Lehrmittel oft sehr teuer sind, aber die Qualität zu wünschen übrig lässt. Da die Schüler mit den Sachen oft sehr ruppig umgehen, müssen die Lehrmittel robust sein und dürfen nicht aus billigem Plastik sein. Außerdem sollten sie für einen erschwinglichen Preis zu erstehen sein, denn jede Schule, egal wie viel Budget sie hat, sollte sich unsere Lehrmittel leisten können, aber auch Privatpersonen oder andere Institutionen. Alles in allem habe ich durch die Führung durch die verschiedenen Fachbereiche gesehen, was es schon alles gibt und auch bemerkt, dass es schwer ist das bereits vorhandene Spektrum an Lehrmitteln zu verbessern oder sogar zu verbessern. Doch dieser Herausforderung mussten wir uns stellen. Wie ich zu meinem endgültigen Entwurf gekommen bin, werde ich im folgendem beschreiben.
Auf der Suche nach guten ideen
Auf eine gute Idee zu kommen mag einfach klingen ist es aber leider nicht. Ich hatte einige Ideen, diese habe ich aber schnell wieder verworfen, weil mir diese zu oberflächlich waren, mir selber nichts gebracht hätten oder einfach schon existierten. Wir fingen also als Gruppe an eine riesige Mind-Map zu erstellen, um einen Überblick darüber zu kriegen, was ein Lehrmittel haben sollte oder nicht, was es bewirken sollte, welche Probleme es zu lösen gibt…..
Ich hatte dann ein paar Ideen entwickelt, wie zum Beispiel die Darstellung der verschiedenen Frequenzen. Dies könnte man gut mit verschieden Stimmgabeln zeigen. Da ich mich auch für Tontechnik interessiere, ist diese Idee für mich auch eine sehr Interessante, jedoch hat sich Herr Schrade eine “kleine Konstruktion” gebaut, die diesen Sachverhalt schon anschaulich zeigt. Also überlegte ich weiter:
Da ich selber Schlagzeug spiele und auch Unterricht gebe, habe ich nach Situationen gesucht, in denen es hilfreich wäre etwas zu haben, mit dem man ein Problem oder einen Sachverhalt erklären kann. Nach ein paar Tagen und weiteren Schlagzeugstunden, habe ich eine Lücke im System gefunden. Die Notenwert und deren Zusammenhang der Längen nur mit Worten zu erklären ist fast unmöglich, es sei denn man ist ein echter Wortkünstler. Ich kann mich zwar klar und deutlich ausdrücken, aber einem 10-jährigen zu erklären was der Unterschied zwischen zwei Noten ist, die fast identisch aussehen, ist nicht nur für ihn langweilig, sondern auch noch anstrengend für mich und keineswegs befriedigend, wenn mein Schüler mir immer wieder sagt, dass er es nicht ganz verstehen würde. Ich entschied mich also ein Ding oder eine Sache zu entwerfen, die genau diesen Sachverhalt beinhaltet und auch noch gut darstellt, sodass er für kleinere Kinder auch nachvollziehbar ist. Meine Zielgruppe war für mich also von Anfang an klar: Schlagzeugschüler, die noch in die Grundschule gehen.
Die Verfeinerung der idee
Ich hatte nun also eine konkrete Idee, aber noch noch keine richtig gute Idee, wie ich mein Lehrmittel in die Praxis umsetzten sollte. Aber zum Glück haben unsere drei Pros auch für diesen Schritt der Produktentwicklung eine gute Idee gehabt. Sie haben uns in dreier Gruppen eingeteilt und uns über jede einzelne Idee einfach 10 Minuten reden lassen. So kamen manchmal weniger gute Ideen bei raus, aber an sich wurde der Vorgang der Entwicklung des Produktes maßgebend vorrangebracht. Am Ende waren wir also soweit, dass ich wirklich diese Idee nehme, weil immer noch ein bisschen Unsicherheit da war, aber Jolan und Kevin haben sehr konstruktive Sachen gesagt, die ich in meine Idee einbrachte. Ich war also soweit, das ich ein System mit einer Länge der Notenwerte entwerfe. Sodass klar wird, dass zum Beispiel in eine Ganzenote zwei Halbenoten “reinpassen”. Die nächsten Tage habe ich leider meine Idee nicht weiterentwickelt, da meine Kreativität ein Extremstelle erreicht hatte: Tiefpunkt! Dann kam auch schon die Klausur und am Abend davor war ich der Meinung ich müsse mich langsam festlegen, was ich jetzt genau in der beschreiben will. Also überlegte ich mir ein System zur Darstellung verschiedener Notenwerte. Ich wollte unbedingt die Länge miteinbeziehen, da das (abgesehen vom Aussehen) die Noten maßgebend voneinander unterscheidet. Ich legte also eine Länge für die Ganzenote fest. Eine Halbenote war dementsprechend nur halb solang, eine Viertelnote nur ein viertel solang…. Somit hatte ich ein System, dass die verschiedenen Notenwerte perfekt in Relation setzte und auch sehr einfach anzuwenden ist, und günstig, schnell und einfach zu verstehen ist.
Die Klausur
Die Klausur hat mir gut gefallen, da ich genau wusste, was ich schreiben sollte. Mit einem sehr gutem Gefühl verließ ich also nach gefühlten 3 Stunden das Klassenzimmer. Als ich ein paar Wochen später meine Klausur wiederbekam, da waren es 15 Punkte. Ich war einfach zufrieden mit dem Ergebnis und das gab mir den nötigen Ansporn für die Endphase.
Die endphase
In der Klausur wollte ich mein Produkt noch mit Hilfe von Duplosteinen meistern, doch schnell wurde mir durch die Beratung von gewissen Personen klar, dass ich das leider nicht so umsetzten könne. Somit ging mein spielerischer Effekt bei der ganzen Sache flöten, die machte mich etwas traurig, aber das Lehrmittel wurde dadurch nicht unbedingt verschlechtert. Ich überlegte also weiter, was ich machen sollte. Letztendlich entschied ich mich für eine Magnetfolie. Das ist eigentlich sehr praktisch, weil es leichter zu bedrucken geht und es auch keine Schwierigkeiten mit der Beschaffung des Materials gibt. Ich überlegte mir also eine gute Größe, sodass man die Noten auch vom Schlagzeug aus an der Tafel noch gut sehen kann. Doch leider wurde mir auch hier ein Strich durch die Rechnung gemacht, da die Kosten für das Material zu hoch gewesen wären. Also skalierte ich das Format erneut, sodass ich mich innerhalb meines Budgets bewege. Jetzt kam der eigentliche Teil, den ich maßgebend unter Design verstehe. Ich musste die Notenwerte erstellen. Wie soll eine Achtelnote aussehen? Wie soll das Fähnchen aussehen? …. Dieser Arbeitsschritt ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber das Grunddesign steht:
