Phase 3
Thema: Lehrmittel
Der Biologieunterricht an der Schule wird meist sehr eintönig gestaltet. Oft steht der Lehrer vorne und erklärt Sachverhalte entweder mit Bildern oder anhand von Modellen, um diese dem Schüler zu veranschaulichen.
Die Schüler selbst haben danach selten die Gelegenheit die Modelle auseinander zu nehmen, um sich diese näher anzusehen und die Funktion zu verstehen, da die meisten Modelle viel zu groß, schwer und schwierig zu handhaben sind. Desweiteren kommt hinzu, dass die Bereitstellung dieser Gerätschaften viel zu zeitaufwendig sind und dazu noch sehr gebrechlich sind.
Um Schüler aber dennoch mit diesen Modellen arbeiten zu lassen, kann man Modelle entwickeln, die im Gegensatz zu den herkömmlichen Modellen aus einem robusten Material bestehen und in der Größe viel kleiner sind, sodass jeder Schüler die Chance bekommt an einem Teil zu arbeiten.
Als Modellbeispiel dient der menschliche Körper mit seinen Organen. Dazu kam die Überlegung einfach diesen Korpus und dessen Bestandteile (in dem Fall sind es die Organe) zu nehmen und einfach zu verkleinern. Das Material sollte aus einem anderen Material bestehen als wie beim herkömmlichen Modell, Plastik. Die Entscheidung viel dabei auf Holz für den Korpus und Styropor für die anderen Organe.#
Es kamen jedoch gleich Probleme auf. Denn in der Umsetzung hatte man nicht die Möglichkeiten in ein Stück Holz einen Hohlraum zu schnitzen und dann noch den Styropor in die gewünschten Formen zu herzustellen. Viel zu aufwendig und raubt dazu auch noch wertvolle Zeit.
Deswegen kam dazu die Überlegung, dass man das Modell ja nicht wirklich als 3D-Modell ausarbeiten muss…Der Zweck des ganzen war ja einfach einem Schüler beizubringen wo welche Organe welche Funktion hatten und wie sie miteinander agieren. Aus diesem Grunde wurde der Entwurf stark vereinfacht.
Aus einem 4D-Modell wurde ein 2D-Modell. Dazu wird auf einer einfachen Holzplatte, z.B. aus Sperrholz oder Balsaholz bestehend, die Form eines Menschen aufgezeichnet. In der Holzplatte sind kleine runde Einkerbungen, die dazu dienen die Organe, die aus dem gleichen Material bestehen, festzuhalten.
Doch wo bleibt der Lerneffekt? Um es dem Schüler nicht ganz so einfach zu machen wird das ganze als Spiel gestaltet. Dazu spielen mindestens 2 Schüler miteinander, die dieselbe Anzahl an Organen (jeweils in einer anderen Farbe) zu Verfügung bereitgestellt bekommen. Daneben wird es so etwas wie einen Quizmaster geben, der den Spielern jeweils eine Frage stellt. Der Spieler der zuerst mit der richtigen Antwort kommt darf ein Organ an die richtige Stelle legen. Der Spieler der am Ende die meisten Organe auf dem ,,Spielbrett” hat gewinnt das Spiel.
Die Fragen werden alles jeweils auf laminierten Karteikarten aufgedruckt sein.
Um die Vor- und Nachteile eines Produktes abwägen und berücksichtigen zu können braucht man Personen, die unter vielen verschiedenen Gesichtspunkten das Modell kritisch gegenüber stellen.
Hierzu gibt es einige Perspektiven:
Aus der Perspektive eines Lehrers: Meiner Meinung nach ist dieses Spiel sehr gut zum Verinnerlichen von verschiedenen und komplexen Sachverhalten. Aufgrund des Wettbewerbs mit anderen Schülern wird zudem die Lernbereitschaft gesteigert, was für das Biologie sehr wichtig ist, da ich selbst weiß wie langweilig es sein kann, wenn man in einem Thema nicht richtig drin ist. Jedoch muss ich auch an dem Spiel bemängeln, dass dadurch ein zu hoher Lärmpegel in der Klasse entstehen kann, was natürlich nicht wünschenswert ist, da man als Lehrer so leicht den Überblick verlieren kann. Außerdem kann man das Spiel nicht mehrere Male durchführe, da die Fragen immer dieselben sind und die Schüler sich diese dann einprägen. Das wird auf die Dauer langweilig.
Aus der Perspektive eines Schülers: Ich finde das Spiel ist über geil. Man kann nämlich endlich mal was selbst machen und muss nicht immer dem Lehrer vorne zuhören, weil das manchmal langweilig wird. Außerdem macht es mir Spaß mein Wissen zu testen und zu sehen, ob ich mit einem Stoff klar komme oder nicht. Dann weiß ich dadurch, ob ich auch wirklich alles verstanden habe und muss mir keine Sorgen für die nächste Klassenarbeit in Bio machen.
Aus der Perspektive eines Buchverlegers: Ich bin der Ansicht, dass diese Modelle völlig unnötig und irrelevant für den Unterricht sind. Ich finde man könnte es als Abschluss zu einem Thema machen aber es würde nicht wirklich den Lernerfolg des Schülers fördern.

